Schulprogramm

Dies ist unser Schulprogramm

5. Offene Unterrichtsformen

Die Schule “fördert die Entfaltung der Person, die Selbstständigkeit ihrer Entscheidungen und Handlungen und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl, die Natur und die Umwelt. Schülerinnen und Schüler werden befähigt, verantwortlich am sozialen, gesellschaftlichen…. Leben teilzunehmen und ihr eigenes Leben zu gestalten.“ (LP 11)

Die Eichendorff-Schule versucht, durch verschiedene Lehr- und Lernmethoden allen Kindern gerecht zu werden, Schwache nicht zu überfordern, und Leistungsstarke nicht zu unterfordern.

Durch Partner- und Gruppenarbeit lernen Kinder einander zu helfen. Hierdurch wird das soziale Lernen gefördert. Durch Tages- bzw. Wochenplan-, Stationen-, Werkstatt-  und Freiarbeit kann jedes Kind individuell arbeiten und eigene Lernwege gehen. Diese Unterrichtsformen bieten den Schüler/inne/n Lernsituationen, in denen sie selbst planen, entdecken, erkunden, untersuchen, beobachten, experimentieren, dokumentieren und ihre Arbeiten bewerten. So werden beispielsweise aus vielen Bereichen, die in den Lehrplänen schwerpunktmäßig einem Fach zugeordnet werden, fächerübergreifende Themen oder auch Projekte entwickelt. Hier wenden die Schüler/inne/n ihre fachlichen Kompetenzen an: Sie analysieren, reflektieren, strukturieren und transferieren. Dadurch wird in besonderem Maße das eigenverantwortliche Lernen angebahnt, und die Lehrerin tritt mehr und mehr in den Hintergrund.

Offene Unterrichtsformen geben der Lehrerin vielfältige Möglichkeiten, die Schüler ganzheitlich im individuellen sowie im sozialen Bereich zu fördern. In erster Linie muss die natürliche Neugier des Kindes erhalten, gefördert oder auch geweckt werden. Daneben soll ihm die Möglichkeit gegeben werden, mit allen Sinnen, d.h. ganzheitlich mit Kopf, Herz und Hand zu lernen.

Einen hohen Stellenwert hat in der Eichendorff-Schule die Freiarbeit, die einen festen Platz im Unterricht aller Klassen einnimmt. Dabei werden etwa 2 Stunden Freiarbeit pro Woche angestrebt. Die Schüler/inne/n wählen aus unserer vorbereiteten Umgebung Arbeitsmaterialien aus oder arbeiten an längerfristigen Projekten, die sie mit der Lehrerin absprechen. Durch eine sorgfältige Dokumentation der geleisteten Arbeit erwerben die Schüler/inne/n in zunehmendem Maße Eigenständigkeit und übernehmen die Verantwortung für ihr Lernen.

Gleichzeitig wird ihnen die Möglichkeit gegeben, den Wert ihrer eigenen Lernfortschritte einschätzen zu lernen.

Neben dem individuellen Lernen darf der soziale Aspekt nicht übersehen werden. Das soziale Lernen in den offenen Unterrichtsformen führt zu dem Ziel, die SchülerInnen für die Gemeinschaft team- und kooperationsfähig zu machen – eine der Schlüsselqualifikationen unserer modernen Gesellschaft.

Gerade das Lernen miteinander und voneinander stärkt die Fähigkeit der Artikulation und Kommunikation des Einzelnen in einer Lerngruppe. Man lernt, sich mit anderen auseinander zu setzen, sich einzuordnen und ggf. sein eigenes Verhalten zu verändern. Alle SchülerInnen zur gegenseitigen Akzeptanz zu führen, ist das echte Anliegen einer jeden Lehrerin unserer Eichendorff-Schule.

Um unseren SchülerInnen offene Lernsituationen optimal anzubieten, bedarf es neben der Befähigung und Einstellung einer jeden Lehrerin zusätzlicher Förder- und Hilfsmaßnahmen. Die Bereitstellung finanzieller Mittel durch Schuletat, Förderverein oder Spenden ist eine wichtige Quelle, um geeignete Arbeitsmittel wie Freiarbeitsmittel, Karteien und Werkstätten für die selbstständige Arbeit der SchülerInnen anzuschaffen.

Die offenen Unterrichtsformen verändern nicht nur den eigentlichen Unterricht in den Klassen, sondern auch die Vorbereitung durch die Lehrerinnen. Hoher zeitlicher und finanzieller Aufwand bei der Erstellung neuer Werkstätten usw. machen eine enge Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Kolleginnen nötig. Regelmäßige Vorbereitungstreffen, Stufenkonferenzen und unser ständiger Konferenzpunkt „Aktuelles aus den Klassen“ helfen uns, eine Transparenz zu schaffen, die die tägliche Unterrichtsarbeit erleichtern.

Der Besuch von Fortbildungsveranstaltungen, sowie Veranstaltungen außerschulischer Träger sind für unsere Kolleginnen eine gute Gelegenheit, ihre eigenen Unterrichtsmethoden und Unterrichtsformen ständig zu überprüfen und zu erweitern. Auch das Studium neuer Fachliteratur und Pädagogischer Zeitschriften dient zur Evaluation des eigenen Verhaltens und eigener Methoden.